Ein trockener März sichert den Ertrag
Eine Woche ohne Regen ist noch lange keine Vorsommertrockenheit und schädlich ist das im März sowieso nicht. Die Temperaturen sind im Durchschnitt zu gering, um die Krume übermäßig schnell vom Wasser zu befreien. Vielmehr wird der Boden über die Grobporen und die sich entleerenden Mittelporen tief durchlüftet. Das fördert das Bodenleben und ermöglicht eine tiefe Durchwurzelung. In nassen Jahren verharren die Wurzeln der Kulturpflanzen an der Oberfläche, da sich auf Grund des gestörten Gasaustausches Kohlenstoffdioxid anreichert und schlussendlich wachstumshemmend wirkt. Tiefe Wurzeln und in den Boden eindringende Nährstoffe bei mäßiger Frische (aktuell nFK > 70 Prozent) sichert den Ertrag nachhaltig, da der Bodenkörper erschlossen wird bevor die Pflanzen in der generativen Phase Hitze kennenlernen. Eine anhaltende Trockenheit bis April reduziert die Bestandesdichte, die Korndichte jedoch nicht, da die fließenden Assimilate stärker apikal geleitet werden und die Ährenausbildung profitieren kann. Es wäre lediglich ein Fehler Ethylenbildner als Wachstumsregler einzusetzen, weil damit auch Entwicklungsstadien verkürzt werden. Eine gute Ausdifferenzierung vor (bis BBCH 31) und während der großen Periode (ab BBCH 32) ist wichtig, daher haben sich in aller Regel zeitige Anwendungen (BBCH 30/31) von Prohexadion-Calcium und Trinexapac-Produkten durchgesetzt.