Klassische Vorsommertrockenheit setzt sich fort

Das Wetter bleibt bis in die erste Aprildekade wahrscheinlich stabil. Es bleibt also frostfrei, jedoch ohne Regen, bei milden Temperaturen bis 15 °C. Auf der einen Seite wird nun bereits wichtiges Bodenwasser verbraucht, auf der anderen Seite erwärmt sich der Boden rasch und die Mineralisierung von organischer Substanz aus Zwischenfrüchten und Wirtschaftsdüngern belebt das Wachstum. Im Moment ist noch nichts kritisch. Die nutzbare Feldkapazität liegt Flächendeckend über 70 Prozent.

Maisaussaat

Für die Saat von Mais ist es dennoch deutlich zu früh, da die Bodentemperaturen auf Grund der kühlen Nächte nur stundenweise an der Oberfläche Temperaturen bis 10 °C erreichen. Für einen Spitzenertrag muss Mais gleichmäßig auflaufen, da die konkurrenzstärkeren Pflanzen den Minderertrag der unterdrückten Nachbarn nicht kompensieren können. Das gilt umgedreht auch für das Puffern von Mindererträgen. Termine ab Mitte April sind zielführend, da sich der Apex im Falle von Spätfrösten zu den Eisheiligen in der Regel noch tief unten befindet und im Vergleich zu weiterentwickelten Pflanzen meistens keinen Schaden nimmt. Des Weiteren sind die Auflaufbedingungen beständiger und es fallen weniger Pflanzen aus. Auch das ist im Ertrag messbar. Wahr ist aber auch, dass der Kolbenanteil mit fortschreitender Tageslänge bei der Saat abnimmt. Daher sollte die Maisaussaat in Hauptfruchtstellung mit dem Monatswechsel zum Mai beendet sein.

Bei der Düngung gibt es nur eine Wahl. Mais reagiert sehr positiv auf die vorwiegende Ammoniumernährung, welche mit ALZON® neo-N erreicht werden kann. Die Düngung vor der Saat (ggf. auch vor einer mischenden Grundbodenbearbeitung) ist als ideal zu betrachten, da der Boden oberflächlich im Verlauf der Vegetation oft trocken ist und Mais über ein sehr gutes Wurzelsystem verfügt.  Güllegaben sollten bis zur Saat mit PIADIN® (5 l/ha) kombiniert werden um die Bildung von Nitrat zu minimieren. Die Ergänzung von Güllegaben mit Mineraldünger kann mit einer Unterfußdüngung realisiert werden. Hier ist die Mischung von DAP und Kieserit (50 zu 50) als vorteilhaft zu bezeichnen (Schwefelversorgung + Struvit-Effekt). Die Aufwandmenge sollte 1,5 dt/ha bei einem Reihenabstand von 75 Zentimetern nicht unterschreiten. Bei einem engeren Reihenabstand wird mehr Dünger pro Hektar für den gleichen Effekt benötigt (mehr Reihen pro Flächeneinheit, daher sinkende Konzentration am Korn). Nur die Spotablage von Dünger kann hier Abhilfe schaffen.