Ideale Bedingungen, um Zwischenfrüchte zu beseitigen

Der Wetterbericht zeigt Sonne bei leicht frostigem Wetter, die Befahrbarkeit der meisten Flächen in Brandenburg wird daher wahrscheinlich gegeben sein, um Zwischenfrüchte zu beseitigen. Diese sollten keinesfalls tief eingearbeitet werden. Aber Luftpolster auf Grund des starken herbstlichen Aufwuchses, welche die Frosteinwirkung verhindern, müssen eingeebnet ggf. auch leicht eingearbeitet werden. Ziel ist das sichere Absterben der Zwischenfrüchte, um die im Spätsommer und Herbst konservierten Nährstoffe für die folgende Hauptfrucht freizusetzten – das kostet Zeit. Weil der Boden derzeit nahe um die vollständig aufgefüllte Feldkapazität schwankt, sollen die Fangpflanzen kein zusätzliches Wasser mehr verbrauchen, da der Hauptfruchtanbau ab März um das Wasser konkurriert.

Wichtig sind beide erwähnten Ziele, da die Ertragsbildung des Hauptfruchtanbaus sonst gefährdet wird. Das hat nicht nur ökonomische Folgen: Deutlich zu spät freigesetzte Nährstoffe aus dem umlaufenden Pool akkumulieren sich im Herbst, da die Ertragsbildung von Mais im Hochsommer auf kontinentalen Standorten abgeschlossen ist, und können so im folgenden Winter sehr leicht verlagert werden. Damit verlassen sie das Ackerbausystem. Die Nährstoffmineralisierung hängt maßgeblich von der Entwicklung des Bodenwassers im Vegetationsverlauf ab. Fällt der Boden trocken, so ist die biologische Aktivität stark eingeschränkt und setzt erst zeitverzögert mit der Wiederbefeuchtung der Krume ein. Daher sollte keine Konkurrenzsituation von Zwischenfrüchten und Hauptfrucht zugelassen werden. Sandige Böden haben bei ideal eingestelltem Calcium-Vorrat (Kalkung/pH-Wert) in der Regel ein ausreichendes Porenvolumen zur Luftführung in tiefere Bodenschichten, so dass auch spätere Regenfälle das Wachstum der Hauptkultur kaum behindern werden. Zwischen März und Mai ist ohnehin mit einer deutlich negativen Wasserbilanz zu rechen.