Herbizid Maßnahmen und Flüssigdünger?
Im Beratungsgebiet stehen aktuell auf vielen Standorten die Herbizidmaßnahmen und Flüssigdüngermaßnahmen an. Hier sollte unbedingt die Verträglichkeit in der Applikationsfolge bedacht werden. Leicht geschädigte oder verätzte Gräser nehmen weniger Wirkstoff auf. Dies sollte unter allen möglichen Punkten vermieden werden, um die sowieso stark gefährdeten Sulfonylharnstoffe zu schonen und die Wirksamkeit zu erhalten. Weitere Grundsätze wie beispielsweise das Anmischen im hohen pH-Bereich und die Applikation im niedrigen sind in den Problemregionen gängige Praxis sowie das Zusetzen von Netzmitteln.
Im optimalen Falle werden erst die Unkräuter und Ungräser ausgeschaltet und im Abstand von mindestens einer Woche dann der Flüssigdünger mit der richtigen Düse appliziert.

Raps
Im Raps finden aktuell die letzten Düngungsmaßnahmen statt. Da die Temperaturen in den nächsten Tagen erneut unter den Gefrierpunkt wandern, sollte hier mit PIAMON® 33-S oder ALZON® neo-N gearbeitet werden, um den Stickstoffbedarf abzudecken. Zu viel Nitrat in den Rapspflanzen kann zu weichem Zellgewebe und so zu Problemen bei Frost führen. Sofern notwendig sollten letzte Herbizidmaßnahmen abgeschlossen werden. Allerdings ist bei den Wuchsstoffen (DIMS) auf die Temperaturunterschiede Rücksicht zu nehmen und eventuell eine Applikation nach hinten raus zu terminieren, um den Raps nicht zu schädigen. Flüssigdüngeranwendungen sollten unbedingt vor dem Erreichen des Knospenstadiums abgeschlossen werden, um hier keine Verätzungen zu provozieren.
Bei Fragen stehe ich Ihnen natürlich per Telefon und/oder auf dem Acker zur Verfügung.